2. Woche, um 6 Uhr morgens aufstehen ist zur Routine geworden, Spass machen tut es trotzdem nicht. Meine Schuhe sind kaputt, vor lauter Blogschreiben hatte ich verplant in der Stadt neue zu kaufen. Das wird eine gute Woche - auf jeden Fall eine kurze. In vier Tagen sollen wir im Algonquin Park, ON fertig sein. Vier Tage um das persoenliche Wochenziel 2000 trees pro Tag zu schaffen.
Der erste Tag beginnt gut. Wir machen bei dem zu bepflanzenden Waldgebiet ("Block") von letzter Woche weiter, Waldwiese, ein bisschen slashy (Abfallholz, Stoecker, Baumstuempfe), Steine im Boden und vereinzelt Naturals (bestehende, fuer die Industrie interessante Baueme). Bis 12:30 sind die ersten 1000 Baeume im Boden, danach in zweieinhalb Stunden keine hundert.
Wir muessen den Block beenden, checken, ob es es freie Stellen gibt oder Doubleplants. Und warten, bis die ganze 13-koepfige Crew fertig ist, denn der naechste Block, der "Beach" (wie Inspektoren J'n'J sagen) ist eine halbe Stunde entfernt. Der Beach ist dann ein sandiger Waldboden, der sehr gut zu bepflanzen ist und bringt noch einmal 625 Trees bis 6 pm. Wir sind im uebrigen von White Pine in der ersten Woche auf Red Pine umgestiegen und mixen diese zudem mit Jack Pine. Ich lerne, dass White Pine mehr Schatten braucht, Jack Pine wird wohl zur Vermeidung von Monokultur dazugemischt, aber wirklich wichtig ist das nicht.
Das sind auf jeden Fall gute Aussichten fuer morgen, da werden die 2000 fallen. Halb 11, 525 Trees, kein Land mehr fuer mich im Traumblock. Warten. Michelle, die einzige mit 2 Jahren Erfahrung im Team bepflanzt ein grosses Stueck und wird am Ende des Tages 3450 Baeume in den Boden gehaemmert haben.
Auf zum naechsten Block, ich bekomme meinen eigenen, was sich nach einer hohen Zahl anfuehlt, da ich nicht wechseln muss. Nach zwei Spatenstichen ist klar, das wird aetzend. Ein Slash Pot mit Steinen im Boden, was nur Stoecker, Holz und Straeucher bedeutet, ueberall. Von den folgenden 825 gehen vielleicht 75 normal in den Boden, fuer den Rest muss erst Holz weggescharrt und dann irgendwie versucht werden, ein akzeptables Loch in den Boden zu stanzen.
MP3-Player leer, richtig aetzend. Es bleibt mir nichts anderes uebrig als mich dadurch zu hassen. Es gibt wohl keine schlechten Blocks, nur schlechte Moral von mueden Tree Plantern.
Am 3. Tag gibt es eine kurze Morgenansprache von Dave, dem Supervisor des Teams. Von anfangs 280.000 sind noch 100.000 Baeume fuer das ganze Team in diesem Contract zu pflanzen. Wenn wir 38 das in zwei Tagen schaffen, dann gibt es einen extra Tag Off, bevor es nach Norden geht. Ausserdem haette er schon von ein paar Leuten erwartet, dass die 2000 geknackt wird - er schreibt als "Belohnung" Alkohol aus. Mehr als das spornt aber die Erwartung auch an mich, an Speed Goggles (namensgebend hier: die Brille), an.
Also wieder in den Slash Pot und einfach weiter durchwuehlen, finishen, bei 25 Grad, Sonne, nahezu kein Wind.
Um 12:30 pm ist es geschafft, alle freien Stellen gefuellt (der Quality Check wird 100% und volles Gehalt ergeben), also rueber zum naechsten Block.
Erst 750 Trees. Ich traue mich nicht mehr an die 2000 zu glauben. Trotz allem fuehlt es sich gut an, 250 Trees pro Stunde sind inzwischen kein Problem mehr. 500 Baeume eingesackt in die beiden Pflanzsaecke, die man auf Huefte und Schulter traegt. Jeweils eine 300 ml - Trinkpause nach einer Stunde, wenn die ersten 250 Trees aus dem linken "Planting"-Bag verschossen sind, und weitere 125 aus dem rechten "Store"-Bag die Seite wechseln. Die zweite 200 ml - Trinkpause nach einer halben Stunde, wenn die restlichen 125 Trees in den Plantingbag gewandert sind. Dann zum Tree-Cache und die naechsten 500 einsacken.
Gute Nachrichten von John, der mit in meinen Block kommt, wir duerfen bis 7 pm arbeiten heute. Es ist also moeglich.
Um 5:30 pm bin ich bei 1600 Trees. Die Baeume fliegen in die Loecher, die Gedanken wandern ohne Rast zwischen verschiedenen Menschen, Geschichten, Motivationstaktiken, der Zahl 2000 und dem Aufbau dieses Posts.
Am Ende des Tages sacke ich nur noch 300 Trees pro Bag-Up ein. Das ist leicher, weniger anstrengend und man ist ein bisschen schneller - aber man muss zum Tree-Cache rennen, um keine Zeit zu verlieren.
5 vor sieben, ich stampfe den 2000sten Baum fuer heute in den Boden. Done! Keine Zeit mehr fuer einen Block-Check-Up, Sarah wartet schon mit dem Van, das dann morgen.
Fuer heute reichts. Die Fuesse brennen, ich habe mit sieben Litern alles Wasser getrunken, was ich dabei hatte und mich rein transpirativ davon wieder getrennt. Im Camp steht an der Highballers-Tafel zusammen mit Scott aus einer anderen Crew dieser komische deutsche Name (zum inzwischen 4. Mal) mit einer 2000 dahinter.
Leider sind es noch 57400 weitere Baeume fuer das Team, was zwei weitere, aber locker 1000er Tage und eine feucht-froehliche End-of-Contract-Party bedeuten wird.
Um 10 pm liege ich in meiner Koje, 8 Stunden Tiefschlaf vor mir, was immer noch 3 Stunden weniger als die Tagesarbeitszeit sind.
Warum der Stress? Fuer 170 Bucks? Oder den versprochenen Alkohol? Ein bisschen wohl, klar.
Aber vorallem weiss ich jetzt, wie sich 2000 Baeume am Tag anfuehlen und kann sie als Tagesdurchschnitt ansetzen, wenn kein langes Warten auf Baeume oder Land dazwischen kommt.
Und von dort dann die Zahl weiter nach oben schrauben - Das naechste Tagesziel wird erst kommuniziert, wenn es erreicht ist.
Montag, 16. Mai 2011
Montag, 9. Mai 2011
About This Blog
Tach.
Ich werde mal versuchen, so oft wie moeglich hier was reinzuschreiben.
Aller moeglichen Couleur, Tagebuch, Beschreibung, Geschichte, Gedichte (?), Fotos, Videos, spaeter evtl Musik.
Ich hoffe ich werde mit der Zeit ein bisschen besser im Schreiben und Fotografieren fuers erste.
Fuer die erste Zeit im Wald gibts Posts alle 6 Tage vill seltener. Danach vill haeufiger, je nach Laune :)
Ich werde mal versuchen, so oft wie moeglich hier was reinzuschreiben.
Aller moeglichen Couleur, Tagebuch, Beschreibung, Geschichte, Gedichte (?), Fotos, Videos, spaeter evtl Musik.
Ich hoffe ich werde mit der Zeit ein bisschen besser im Schreiben und Fotografieren fuers erste.
Fuer die erste Zeit im Wald gibts Posts alle 6 Tage vill seltener. Danach vill haeufiger, je nach Laune :)
Tree Planting
Day Off - Nach drei Tagen und 2490 Trees habe ich mich gefragt, warum es diesen Tag gibt. am 4. Tag (3750 Trees) war ich schon etwas kaput von 10 Stunden buecken, Spaten stechen, Erde feststampfen; und gestern dann (5050 Trees) die Einsicht, dass eine Tag ohne Baeume zu pflanzen ganz entspannend sein koennte.
8 Feet, 2.4 Meter Abstand zwischen den Setzlingen, was ein gutes Raster ergibt in dem vom Forester durchwuehlten Gelaende. Also zwei grosse Schritte vom letzten White-Pine-Seedling, mit dem dritten den Erdboden freiwuehlen, Spatenstich rechte Hand, wenn notwendig ein Kick mit dem rechten Fuss, C-Cut (Schaufelbewegung um Loch zu stechen), und niemals vergessen: "Allways a tree in your planting hand". Setzling mit der linken Hand ins Loch klemmen, Kick rechter Fuss, weiter zum naechsten Shot.
Und das ueberall. Egal ob guter Boden, Steine, Straeucher, Stoecker im Weg sind. 8 Feet und nicht 7.9 ft wie Jay'n'Jeff, die Inspectors sagen. Dass sie "assholes" (Sarah, Crewboss) sind, darueber sind sich wohl alle einig, aber Vertrag ist Vertrag und mit einer guten Crew ist auch das machbar. Und die haben wir. Sehr gute Stimmung, immer die beste Durchschnittsleistung, fast alle bisherigen Highballer sind aus unserer Crew.
Highballer sind diejenigen, die meisten Trees an einem Tag gepflanzt haben.
Heute also der Day Off - 5 Tage pflanzen, anderthalb off. Noch ist die Stimmung gut. Ein bisschen wie Ferienlager, nur das man um 6 Uhr aufsteht, um die 7 Uhr zum Block faehrt, von 8am bis 6.30pm arbeitet und dann wieder zurueck ins Camp faehrt.
Das Camp sind zwei Trailer mit Kueche, Dusche (wohl ein Novum in der Tree-Planting-Geschichte), einem Essens-"Saal", fliessend Wasser, welches morgens schonmal gefroren sein kann, und Strom aus Generatoren. Dazu Zelte von 35 Treeplanters, 3 Crewbosses, einem Supervisor (Dave) und der Koeching Natatlina plus Kind und Gehilfin.
Jetzt Fotos, keine Texte mehr fuer heute! In 6 Tagen dann wohl wieder.
Herzlichst.
Ich.
8 Feet, 2.4 Meter Abstand zwischen den Setzlingen, was ein gutes Raster ergibt in dem vom Forester durchwuehlten Gelaende. Also zwei grosse Schritte vom letzten White-Pine-Seedling, mit dem dritten den Erdboden freiwuehlen, Spatenstich rechte Hand, wenn notwendig ein Kick mit dem rechten Fuss, C-Cut (Schaufelbewegung um Loch zu stechen), und niemals vergessen: "Allways a tree in your planting hand". Setzling mit der linken Hand ins Loch klemmen, Kick rechter Fuss, weiter zum naechsten Shot.
Und das ueberall. Egal ob guter Boden, Steine, Straeucher, Stoecker im Weg sind. 8 Feet und nicht 7.9 ft wie Jay'n'Jeff, die Inspectors sagen. Dass sie "assholes" (Sarah, Crewboss) sind, darueber sind sich wohl alle einig, aber Vertrag ist Vertrag und mit einer guten Crew ist auch das machbar. Und die haben wir. Sehr gute Stimmung, immer die beste Durchschnittsleistung, fast alle bisherigen Highballer sind aus unserer Crew.
Highballer sind diejenigen, die meisten Trees an einem Tag gepflanzt haben.
Heute also der Day Off - 5 Tage pflanzen, anderthalb off. Noch ist die Stimmung gut. Ein bisschen wie Ferienlager, nur das man um 6 Uhr aufsteht, um die 7 Uhr zum Block faehrt, von 8am bis 6.30pm arbeitet und dann wieder zurueck ins Camp faehrt.
Das Camp sind zwei Trailer mit Kueche, Dusche (wohl ein Novum in der Tree-Planting-Geschichte), einem Essens-"Saal", fliessend Wasser, welches morgens schonmal gefroren sein kann, und Strom aus Generatoren. Dazu Zelte von 35 Treeplanters, 3 Crewbosses, einem Supervisor (Dave) und der Koeching Natatlina plus Kind und Gehilfin.
Jetzt Fotos, keine Texte mehr fuer heute! In 6 Tagen dann wohl wieder.
Herzlichst.
Ich.
Der Greyhound
Der Greyhound trabt durchs Land. Er ist alt geworden, nicht antik, aber in der Konkurrenz zu den juengeren Vertretern des oeffentlichlichen Ueberlandverkehrs, den Silbervoegeln, schon wuerdevoll gealtert.
Stadtkinder mit ihren Knoepfen in den Ohren fahren stumm mit und lassen sich beeindrucken von dem Vorbeiziehenden. Stille Seen mit schilfbewachsenen Ufern, Inseln aus Moos, ueber denen die Insektenschwaerme vermutlich surren, dazu heroischer Drum&Bass aus dem MP3-Player.
Die untergehende Sonne hat sich fuer ein paar, die Szenerie in fruehlingsklares Abendlicht tauchende, Strahlen noch einmal durch die dominierende Wolkendecke gekaempft. Sie zeigt auf golden-glitzerndem Weiherpakett den Guten-Abend-Tanz eines Wasservogels, des Namen Stadtkinder nicht wissen koennen.
Das Vorbeiziehende, die Seen, Baeche, Waelder, Felsformationen, ist in seiner Wirkung ungewohnt. Die in Ruhe betrachtete Natur wird in ihrem Eindruck nicht unglaeubig, aber als besonders aufgenommen. Wahrgenommen und verarbeitet als Eindruck zwischen zwei Stationen, die Toronto und Ottawa heissen und gerne Waschbaeren und Eichhoernchen in Parks und auf Flachdaechern als Highlight im Beton-, Glas- und Kulturalltag praesentieren.
Aber im Gegensatz dazu steht was die Natur hier bietet, auf dem Ruecken des Greyhounds in Richtung Norden.
Toronto - 04/29/11
Ein himmelblauer Balkon soll die Zufluchtstelle sein in Toronto, welches ich zum ersten Mal sehe. Himmelblau in der Konstruktion, aber die Farbe ist ueber die Jahre ausgeblichen und abgeblaettert. Wenn man das ueber den Rest des sogenannten Hostels sagen koennte, waere das nett gemeint.
Ich nenne es liebevoll Hoehle um etwas Geborgenheit mit in die fremde Stadt zu retten, immer soll dies mein zu Hause sein fuer die naechsten zwei, drei Tage. Es ist ein bisschen so wie Tolkien das beschreibt, in dem ein Hobbit eben grade nicht lebt: "In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort." (J.R.R. Tolkien, The Hobbit)
Nicht gewoehnungswuerdig ist der Geruch, der leicht in der Nase beist, wenn man durch die Eingangspforte tritt. Abstossend der Hostelbesitzer, der beim Zeigen meines Doppelstockbetts noch ein wenig Muell vom Boden aufsammelt. Nicht das mich das gross stoeren wuerde, aber fuer 30 Bucks die Nacht schon etwas befremdlich.
Immerhin ein Platz zum schlafen, es aber als anonyme Chance sieht unterzukommen. So auch der dauerhustende Junky in dem Zimmer nebenan, der nicht spricht, mir aber immerhin zeigt, wie die fast saubere Dusche funktioniert und dafuer gerne eine Dose Canadian annimmt.
"Ein Ort um alleingelassen zu werden" denke ich, als ich den Waschbaern beobachte, der in altem Hamburgerpapier nach kulinarischen Hochgenuss sucht.
So ueberlebt man also hier.
Und doch nicht ganz. Der Erdbeer-Bananen-Smoothie im liebevollen Cafe um die Ecke ist verdammt gut und die Innenstadt mit ihrem Glas, Stahl und polierten Mamor ziemlich impressive.
Als ich die Moeglichkeit habe bei Jason, einem ausserordentlichen netten Petkeeper zu couchsurfen, bin ich dann aber doch froh, diesen Ort zu verlassen. Nur sein Make-Up, ich nenne es mal Joker-Imitat, macht mich anfangs eine wenig schuechtern. Aber auch das ist nach gegenseitigen Hilfestellungen beim Herauswuchten einer 8-Feet-Couch aus seiner engen Wohnung und dem darauffolgenden Essen vergessen. Vielen Dank fuer einen netten Abend.
Und Bin Laden ist tot. Ist es verwerflich auch dafuer zu danken? Die Amerikaner und auch die Kanadier tun denken wohl nein. Zehn Jahre sogenannter Krieg gegen Terror findet hiermit sicher nicht seinen Abschluss, aber nehmen Anspannung, wie gewonnene Schlachten in bis dato bekannten langwierigen Kriegen.
"Endlich" wieder friedlich einschlafen, wie ich es eine Nacht spaeter bei Jenna und Matt, in dem wohl weichestens und zugleich angenehmsten Bett in dem ich je geschlafen habe, tue.
Traeumt man in diesem Sinne nun von Frieden, von einer schoenen Frau oder von der persoenlichen Bestleistung von 3000 Seedlings a day?
Ich werde versuchen mich zu entscheiden.
Ich nenne es liebevoll Hoehle um etwas Geborgenheit mit in die fremde Stadt zu retten, immer soll dies mein zu Hause sein fuer die naechsten zwei, drei Tage. Es ist ein bisschen so wie Tolkien das beschreibt, in dem ein Hobbit eben grade nicht lebt: "In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort." (J.R.R. Tolkien, The Hobbit)
Nicht gewoehnungswuerdig ist der Geruch, der leicht in der Nase beist, wenn man durch die Eingangspforte tritt. Abstossend der Hostelbesitzer, der beim Zeigen meines Doppelstockbetts noch ein wenig Muell vom Boden aufsammelt. Nicht das mich das gross stoeren wuerde, aber fuer 30 Bucks die Nacht schon etwas befremdlich.
Immerhin ein Platz zum schlafen, es aber als anonyme Chance sieht unterzukommen. So auch der dauerhustende Junky in dem Zimmer nebenan, der nicht spricht, mir aber immerhin zeigt, wie die fast saubere Dusche funktioniert und dafuer gerne eine Dose Canadian annimmt.
"Ein Ort um alleingelassen zu werden" denke ich, als ich den Waschbaern beobachte, der in altem Hamburgerpapier nach kulinarischen Hochgenuss sucht.
So ueberlebt man also hier.
Und doch nicht ganz. Der Erdbeer-Bananen-Smoothie im liebevollen Cafe um die Ecke ist verdammt gut und die Innenstadt mit ihrem Glas, Stahl und polierten Mamor ziemlich impressive.
Als ich die Moeglichkeit habe bei Jason, einem ausserordentlichen netten Petkeeper zu couchsurfen, bin ich dann aber doch froh, diesen Ort zu verlassen. Nur sein Make-Up, ich nenne es mal Joker-Imitat, macht mich anfangs eine wenig schuechtern. Aber auch das ist nach gegenseitigen Hilfestellungen beim Herauswuchten einer 8-Feet-Couch aus seiner engen Wohnung und dem darauffolgenden Essen vergessen. Vielen Dank fuer einen netten Abend.
Und Bin Laden ist tot. Ist es verwerflich auch dafuer zu danken? Die Amerikaner und auch die Kanadier tun denken wohl nein. Zehn Jahre sogenannter Krieg gegen Terror findet hiermit sicher nicht seinen Abschluss, aber nehmen Anspannung, wie gewonnene Schlachten in bis dato bekannten langwierigen Kriegen.
"Endlich" wieder friedlich einschlafen, wie ich es eine Nacht spaeter bei Jenna und Matt, in dem wohl weichestens und zugleich angenehmsten Bett in dem ich je geschlafen habe, tue.
Traeumt man in diesem Sinne nun von Frieden, von einer schoenen Frau oder von der persoenlichen Bestleistung von 3000 Seedlings a day?
Ich werde versuchen mich zu entscheiden.
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